Weil von damals bis heute alles so schön totgeschwiegen wurde:

Für jeden Geheimdienst muss es eine öffentliche Pleite sein: Die Zeitungen im Kosovo veröffentlichten am Sonntag ein Foto von drei Männern, die als mutmaßliche Agenten des deutschen Bundesnachrichtendienstes (BND) dem Untersuchungsrichter in der Kosovo-Hauptstadt Pristina vorgeführt werden. Die namentlich genannten Männer in wetterfesten Wanderschuhen und unauffälliger dunkler Kleidung sollen im Hof des EU-Hauptquartiers in Pristina eine Bombe mit 300 Gramm TNT gezündet haben, so die Begründung von Richter Selman Bogiqi für die verhängte 30-tägige U-Haft.

Der Richter mutmaßte, die Männer hätten mit ihrer Tat die seit langem hart umstrittene EU-Kosovo-Mission (Eulex) mit rund 2000 Polizisten, Richtern, Zöllnern und Verwaltungsexperten verhindern wollen. Aus albanischen Sicherheitskreisen kommt der Vorwurf hinzu, der Anschlag sei nach dem gleichen Strickmuster durchgeführt worden wie drei frühere auf die Büros der UN-Kosovo-Verwaltung (Unmik), die OSZE und das Kosovo-Parlament. Doch das passt so gar nicht in die politische Landschaft: Die deutsche Regierung gilt als einer der glühendsten Verfechter dieser EU-Mission, die bisher von Serbien blockiert wurde.

Noch unglaublicher: Nach inoffiziellen Informationen waren die deutschen Schlapphüte in ihrer Tarnfirma «Logistic Assessment» schon vor eineinhalb Jahren entdeckt und seitdem beschattet worden. So konnten die kosovarischen Anti-Terrorfahnder jetzt auch genau beschreiben, dass der 41-jährige Beschuldigte den Sprengsatz vom dritten Stock des Nachbarhauses in den Hof des EU-Stützpunktes geworfen habe. Seine beiden 41 und 47 Jahre alten Komplizen hätten Schmiere gestanden und in einem Auto gewartet.

Spott schon unter Milosevic
Die mysteriöse Geschichte wurde sofort von serbischen Medien aufgegriffen. Die deutschen Geheimdienstler hätten für einen bekannten albanischen Mafiaboss und die Paramilitärs im Kosovo (OVK) gearbeitet. Schon früher waren die deutschen Geheimdienste aus dieser Ecke beschuldigt worden, sie ließen sich von «albanischen Terroristen und Separatisten» einspannen. Bereits im März 2004 hatte der BND für negative Schlagzeilen gesorgt. Angeblich soll er schwere albanische Unruhen «verschlafen» haben, obwohl im Vorfeld Telefonate von Fanatikern mit Gewaltplänen mitgeschnitten worden sein sollen. Damals gab es 19 Tote, rund 4000 vertriebene Serben und mehr als zwei Dutzend demolierte historische serbische Klöster.

Die deutschen Auslandsagenten hatten schon zu Zeiten des inzwischen gestorbenen jugoslawischen Autokraten Slobodan Milosevic Spott auf sich gezogen. Sie formulierten Berichte über die groß angelegte Verschiebung von Milliardensummen durch die Milosevic- Clique nach Zypern mehr als vage, obwohl die Ausführenden und die Tarnfirmen längst namentlich bekannt waren.

Erst im vergangenen Sommer hatte der BND in Slowenien den GAU erlebt. Medien hatten die hoch geheime Abhörzentrale in dieser früheren jugoslawischen Republik enttarnt. Sie lag im Zentrum Ljubljanas, praktischerweise gegenüber der Telekom. Von hier aus soll der BND gemeinsam mit britischen und slowenischen Diensten den Telekommunikationsverkehr der gesamten Balkanhalbinsel abgehört haben. Nebenbei bewiesen die Deutschen Sinn für Geschichte: In diesem Gebäude hatte schon der kommunistische Geheimdienst seine Schnüffler untergebracht. (Thomas Brey, dpa)

Am Freitag den 14 November wurde der Bombenanschlag, der nur Sachschaden anrichtete durchgeführt. Einige Zeit später wurden drei deutsche Staatsbürger verhaftet, sie stehen in dringendem Verdacht den Anschlag gemeinsam geplant und durchgeführt zu haben. Nach Recherchen der kosovarischen Tageszeitung Express wohnten die drei Personen zusammen in einer Wohnung in Pristina. Der erste Verhaftete erklärte bei seiner Festnahme: „ Ich arbeite für den BND“. In der Wohnung der Verdächtigen wurden Notizen und genaue Skizzen des Büros des ICO gefunden. Die kosovarische Polizei dementierte allerdings, dass bei einem Verhafteten ein deutscher Diplomatenpass gefunden worden sei. Letzteres hatte der Sender RTK gemeldet. Ein Sprecher des deutschen Außenministeriums bestätigte lediglich die Festnahme der drei bundesdeutschen Staatsbürger. Der BND verweigerte gegenüber der „ Süddeutschen Zeitung“ jeglichen Kommentar. Die Zeitung Express ist sich sicher, dass es sich bei den Verdächtigen um Mitarbeiter des BND handelt. Die Polizei Kosovas spricht nur noch von einem „heiklen Fall“ und verweigert jegliche konkrete Auskünfte. An der Darstellung der Zeitung „Express“, die über enge Kontakte zu hohen polizeilichen Mitarbeitern in Kosova verfügt bestehen allerdings nur geringe Zweifel. In der heutigen Ausgabe schreibt Express: „Wir verfügen über die Namen der Inhaftierten“.
von Max Brym

Kosovarische Anti-Terror-Ermittler hatten die drei Männer jedenfalls genauestens im Visier. Die Firma „Logistic Assessments“ war Investment-Berater für deutsche Unternehmen im Kosovo und seit mehr als einem Jahr von den Sicherheitskräften beobachtet worden, hieß es in Pristina.

Wie der «Spiegel» berichtete, beteuern die Agenten dagegen, sie hätten lediglich den Tatort inspiziert. Dem Bericht zufolge wurde einer der Deutschen
beobachtet, wie er in ein leeres Nachbargebäude einstieg, von dem aus offenbar am 14. November der Sprengsatz geworfen wurde!

Im WDR2 Radio wurde  berichtet, das der verwendete Sprengstoff der selbe ist,
der schon bei verschiedensten Anschlägen benutzt wurde.
Wem sollte der Anschlag in die Schuhe geschoben werden? Dem Kosovo selber? Es gibt
Streit zwischen dem Kosovo und der EU über die Stationierung von 2000 Polizisten,
Zöllner, Richter und Verwaltungsexperten im Kosovo.

Hier waren mal Bilder des BND Hauses im Kosovo,gut das es keine Zensur gibt:

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Aber es geht ja noch weiter:

Die drei Agenten des Bundesnachrichtendienstes (BND), denen ein Bombenanschlag auf das EU-Hauptquartier im Kosovo zur Last gelegt wurde, sind wieder frei. Sie wurden am Freitagabend nach tagelangem juristischen Tauziehen aus der Untersuchungshaft entlassen. Einen entsprechenden Beschluss von drei internationalen Richtern bestätigten der Justizchef der UN-Kosovo-Verwaltung (UNMIK), Robert Dean, sowie die Verteidiger der Beschuldigten am Freitag in Pristina.

Zuvor hatten Laboruntersuchungen keine Beweise für eine Beteiligung der drei Männer im Alter zwischen 41 und 47 Jahren ergeben. Dennoch hatte es in einer nervenaufreibenden Marathonsitzung von Kosovo-Richtern mit ihren internationalen Kollegen am Freitag noch einmal zehn Stunden gedauert, bis die erlösende Entscheidung bekanntgegeben wurde. Nach inoffiziellen Informationen soll es bis zuletzt noch Indizien für eine Verwicklung der Deutschen in den Bombenanschlag vor zwei Wochen gegeben haben.

Dagegen hatte der stellvertretende Sprecher der Bundesregierung, Thomas Steg, am Freitag noch einmal klar gestellt, dass die BND- Agenten auf keinen Fall an dem Anschlag beteiligt gewesen seien. Das sei auch am Vortag vom Parlamentarischen Kontrollgremium des Bundestages (PKG) für die Geheimdienste „mit bemerkenswerter Klarheit“ bestätigt worden. Insofern sei es „rechtsstaatswidrig“, dass die Männer weiter festgehalten werden. Der PKG-Vorsitzende Thomas Oppermann (SPD) hatte von „unmenschlichen“ Haftbedingungen gesprochen.

Am Vortag hatte das Kosovo-Kreisgericht nicht wie angekündigt eine Entscheidung gefällt, sondern den Fall an die internationalen Richter verwiesen. Diese ausländischen Richter arbeiten innerhalb der UNMIK und sollen beim Aufbau eines Justizsystems nach westlichen Maßstäben helfen. Sie gaben am Freitag dem vor drei Tagen gestellten Antrag der Verteidiger auf Haftentlassung statt.

Die Kosovo-Richter hatten wiederholt versichert, sie stünden unter keinerlei Druck. Jedoch hatte die politische Führung offen erklärt, sie sei nicht an der Belastung der ausgezeichneten Beziehungen mit Deutschland als einem der wichtigsten Partner interessiert. Deutschland ist seit dem Bürgerkrieg (1998/99) der mit Abstand größte Geldgeber und nach den USA der wichtigste politische Fürsprecher Kosovos.

Ich verstehe,wenn man als BND Idiot dabei gesehen wird,wie man vom dritten Stock eines Gebäudes eine Bombe in den Hof des EU Hauptquartiers wirft(was an sich ja gar nicht so schlecht ist,doch hier war nicht die EU das Ziel,sondern Unruhe in diese politisch ohnehin instabile Region zu bringen),dann wird man aus Mangel an Beweisen nicht von kosovarischen Richtern,sondern von ausländischen Richtern(diese ausländischen Richter arbeiten innerhalb der UNMIK und sollen beim Aufbau eines Justizsystems nach westlichen Maßstäben helfen)einfach mal freigesprochen.

Über diese drei James Bond`s hat man dann nie wieder etwas gehört.Wahrscheinlich spielen die ihr Mr X Spiel jetzt in einem anderen Land!


Bin ich froh,das diese ganzen Verschwörungstheorien nur irre Theorien sind,und die Leute,die sich damit beschäftigen,nur Spinner

Ein Schelm,der da was anderes denkt…