Ein Screenshot des DokumentsEin Screenshot des Dokuments

Dass bei Wikileaks möglicherweise nicht alles in bester Ordnung ist, zeigt ein nun geleaktes Dokument, dass vom “New Statesman” veröffentlicht wurde. Mitarbeiter müssen Dokument unterzeichnen, dass sie zur Leistung einer Vertragsstrafe zwingt, sollten sie interne Dokumente veröffentlichen.

Wikileaks hat sich Transparenz sehr groß auf die Fahnen geschrieben. Doch damit scheint es nach einem aktuellen Bericht des New Statesman nicht gerade optimal zu laufen. So müssen alle Mitarbeiter eine Vertraulichkeitserklärung unterzeichnen. An und für sich ist dies nichts ungewöhnliches, hat doch auch Wikileaks ein “Betriebsgeheimnis”, dass es zu schützen gilt.

Problematisch wird es bei der Höhe der Strafe, die Mitarbeiter im Falle einer nachgewiesenen Verletzung leisten müssen. Hier wird nämlich ein Betrag von 20 Millionen US-Dollar veranschlagt. Umgerechnet entspricht das etwa 14 Millionen Euro.

Auch die Formulierung der Erklärung gibt sehr zu denken. So heißt es darin, dass die Informationen dass alleinige Eigentum von WikiLeaks sind.

“Sie akzeptieren und stimmen zu, dass die Informationen […], aufgrund ihrer Natur wertvolle proprietäre kommerzielle Informationen sind. Der Missbrauch oder die unautorisierte Veröffentlichung derselben würde uns wahrscheinlich erheblichen Schaden zufügen”, so das Dokument.

Die Höhe der Vertragsstrafe lehne sich an “typische Werte des offenen Marktes” an, so die Erklärung. Ob dem tatsächlich so ist, bleibt fraglich. Interessant ist auch eine Befürchtung, die im Dokument zum Ausdruck gebracht wird. So heißt es dort, dass jeder unautorisierte Leak WikiLeaks die Möglichkeiten nimmt, “Informationen an andere Nachrichtensender und Verleger zu verkaufen.”

Gleichwohl muss man festhalten, dass WikiLeaks in der Vergangenheit keine Informationen an die Presse verkauft hat. Nichtsdestotrotz fürchtet man sich davor, dass Interna veröffentlicht werden. So endet auch die Schlussklausel dieses Dokuments damit, dass der Inhalt geheim bleiben muss. Offenbar hat dies aber nicht funktioniert.

Das Dokument kann hier eingesehen werden.

Text-Quellen: wired

Quelle : http://www.gulli.com/news