Von FLORIAN JOCHAM

Stephan K. mit einem Fragebogen

Stephan K. mit einem Fragebogen
Foto: Nick

Frechen –

Unfassbare Schlamperei bei der Volkszählung: Der Frechener Stephan K. (41) fand 28 Zensusfragebögen und mehrere Namenslisten mit etwa hundert personenbezogenen Daten im Treppenhauses seines 50 Parteienwohnhauses an der Kölner Straße.

Die Fragebögen waren zum Teil ausgefüllt. Name, Vorname, Geschlecht, Adresse, Geburtsjahr und Staatsangehörigkeit stehen in den Unterlagen. K.: „Wenn man sieht, wie mit den Daten umgegangen wird, dann ist das skandalös.“

Er ging damit zur Polizeiwache. Doch dort strapazierte man seine Geduld: „Ein Beamter schickte mich wieder vor die Tür. Ich sollte warten, bis ich aufgerufen werde. Das dauerte ganz schön lange.“ Nach 25 Minuten wurde ihm die Angelegenheit zu blöd. Er ging und nahm die Unterlagen wieder mit.

Bei der Kreisverwaltung in Bergheim, die zuständig für die Befragung ist, heißt es zu dem Fall: „So etwas darf nicht passieren.“ Es wurde umgehend veranlasst, dass die Unterlagen abgeholt wurden. Die Erhebungsstelle für den Zensus weiß inzwischen auch, welcher Mitarbeiter die Bögen verloren hat.“

Bei der Polizei ist man über den Vorfall nicht glücklich; „Die Kollegen sind grundsätzlich bemüht, die Wartezeiten so kurz als möglich zu halten.“

Quelle : http://www.express.de