Die Türkei stellt sich derzeit auf weitere Flüchtlinge aus Syrien ein. (Foto: ddp images)Die Türkei stellt sich derzeit auf weitere Flüchtlinge aus Syrien ein. (Foto: ddp images)

Syrische Truppen mit Panzern hatten sich in der Nähe der Stadt Jisr al-Shughour ausgebreitet, was viele der gut 50.000 Einwohnder dazu veranlasst hat zu fliehen. Die Regierung hatte zuvor bewaffnete Banden beschuldigt, deren Sicherheitsleute getötet zu haben und darauf hin gedroht, die Armee zu schicken.

Erdogan verwarnt das Regime Bashar al-Assads

Am Mittwoch kündigte der türkische Premierminister Recep Tayyip Erdogan nun an, dass die Grenzen für die Flüchtlinge offen stehen würden. Gleichzeitig forderte er das Regime Bashar al-Assads zur Zurückhaltung auf. “Wir beobachten die Entwicklungen in Syrien mit großer Sorge”, erklärte Erdogan weiter. Die Türkei sei, das stellt auch Außenminister Ahmet Davutoğlu klar, für eine Massenflucht aus Syrien gerüstet. Alle nötigen Vorbereitungen wurden getroffen.

“Wir sind über die Geste der Türkei sehr erfreut”, erklärte unterdessen der Sprecher des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen, Metin Çorabatır. Nach Angaben des türkischen Roten Kreuzes und des Außenministeriums befinden sich derzeit 1577 Syrier im Camp von Yayladagi. Davon kamen allein in den letzten 24 Stunden 1050 an. Das Camp wird von der türkischen Polizei bewacht. Auch Journalisten ist der Zutritt verwehrt.

Türkische Grenzen müssen offen bleiben

Für kommenden Freitag werden weitere Flüchtlingsströme erwartet. Das türkische Rote Kreuz ist bereits auf der Suche nach weiteren Orten für derartige Camps. Çorabatır lobte das Engagement der türkischen Behörden. Das wichtigste, so stellt er jedoch heraus, sei es jetzt, die Grenzen weiterhin offen zu halten und den Menschen, die um ihr Leben fürchten, Zuflucht zu gewähren.

Im Verlauf der Unruhen, die am 15. März ausbrachen, sind bereits mehr als 1000 Menschen getötet worden. Mehr als 10.000 wurden bei brutalen Niederschlagungen festgenommen.

CNN-Reporter Ivan Watson war an der türkischen Grenze zu Syrien:

Quelle : http://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de