von Heiko Schrang 

„Die Wenigen, die das System verstehen, werden dermaßen an seinen Profiten interessiert oder so abhängig von seinen Vorzügen sein, dass aus ihren Reihen niemals eine Opposition hervorgehen wird. Die große Masse der Leute aber, geistig unfähig zu begreifen, wird seine Last ohne Murren tragen, vielleicht sogar ohne je Verdacht zu schöpfen, dass das System gegen sie arbeitet.“ (Gebrüder Rothschild, London, 28. Juni 1863 an US-Geschäftspartner)

Abseits der gestrigen Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, die in aller Munde ist, gibt es eine brisante Entwicklung, die wieder mal von den öffentlichen Medien fast totgeschwiegen wird, aber höchste Brisanz besitzt.

Eine Klägergruppe von über 55 deutschen Unternehmern mit dem Namen „Europolis“ bringt das Bundesverfassungsgericht vor Gericht und ruft den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte an, weil sich auf nationaler und europäischer Ebene eine „Erosion des Rechts“ vollziehe. Die Klägergruppe wirft dem höchsten deutschen Gericht, das eigentlich unsere Verfassung schützen soll, vor, die Demokratie zu schädigen und einem Staatsstreich von Merkel und Sarkozy in die Hände zu spielen. Laut Aussage des Berliner Wirtschaftsrechtlers Markus C. Kerber „…geht es in dieser rechtlichen Auseinandersetzung um die rechtsstaatlich-demokratischen Grundlagen des deutschen Gemeinwesens, nicht nur um den Euro…“. Mit ihrer Milliardenhilfe für Griechenland, Irland und Portugal, dem Euro-Rettungsschirm, und dem Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) gefährde die Bundesregierung das Eigentum ihrer Bürger, so Kerber.

Der ESM soll ab 2013 den vorläufigen Mechanismus zur Rettung des Euro (EFSF) ablösen und ein Grundkapital von 700 Millarden Euro bekommen, doppelt so hoch, wie der gesamte Bundeshaushalt dieses Jahres. Der Bundestag will noch in diesem Monat dazu einen Beschluss treffen und im Dezember soll dieser verabschiedet werden.

Der vorläufige ESM-Vertragsentwurf, sieht folgendes vor:

– Der ESM, sein Eigentum, seine Finanzmittel und Vermögenswerte genießen umfassende gerichtliche Immunität.
– Das Eigentum sowie die Finanzmittel und Vermögenswerte des ESM sind von Zugriff von Durchsuchung, Beschlagnahme, Entziehung, Enteigung und jede andere Form der Inbesitznahme, Wegnahme oder Zwangsvollstreckung durch Regierungshandeln oder auf dem Gerichts-, Verwaltungs- oder Gesetzweg befreit.
– Die ESM-Mitglieder sagen unwiderruflich und bedingungslos zu einer Zahlungsanforderung binnen sieben Tagen nachzukommen.

„Was hier geschieht ist im Grunde genommen ein Staatsstreich angeführt von Nicolas Sarkozy und seiner Kollaborateurin Angela Merkel.“ beklagt Kerber.

Er hatte bereits im Juli dieses Jahres das höchste deutsche Gericht scharf kritisiert, indem er dem Verfassungsgericht vorwarf, sich dem Verdacht auszusetzen, den politischen und zeitlichen Erwartungen der Bundesregierung zu entsprechen. Weiterhin sagte er, dass es offensichtlich ein politisches Urteil im Sinne der Regierung anstrebe und auf diese Weise zu einer Art Mittäter von selbsternannten Eurorettern werde, die dabei seien, das Recht zugunsten der Macht zu verdrängen, einer Macht, die laut Kerber, nicht von Berlin sondern allein von Paris aus gesteuert werde.

Diese Ereignisse veranlassen immer mehr Leser meiner Artikel sowie auch Geschäftspartner dazu, mir die Frage zu stellen: Wie lange geht das noch gut? Da kann ich nur Prof. Max Otte zitieren, der mir am Rande der Eurokonferenz am 25.09.2010 sagte: „Es geht noch solange gut, bis Deutschland zahlungsunfähig ist!“ Mit den Zahlungsverpflichtungen, die Deutschland im Rahmen des ESM eingehen will, wird diesen Prozess massiv beschleunigt.

Napoleon Bonaparte charakterisierte das deutsche Volk schon damals wie folgt: „…Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk als das Deutsche…“ was prädestiniert für Obrigkeitshörigkeit ist und gerne die Verantwortung an andere abschiebt. Das hat jedoch auch den Nachteil, dass man leicht zum Spielball der Anderen, der Medien sowie der Politik wird, weil man kein selbst bestimmtes Leben führt, sondern über das eigene Selbst durch Andere bestimmt wird.
Der erste Schritt, dem zu entgehen, ist die Selbst-Erkenntnis, dazu ist es allerdings wichtig, sich SELBST zu ERKENNEN. Dann entsteht auch Selbst-Bewusstsein. Im heutigen Über-Informationszeitalter fehlt den meisten die Zeit über diese Fragen nachzudenken, die aber essentiell wichtig sind. Wenn man seiner SELBST bewusst ist, dann hört man auch den inneren Ruf, der in jedem steckt, sich selbst zu verwirklichen und hat nicht nur einen Beruf, sondern geht seiner Berufung nach und ist dadurch nicht so leicht manipulierbar durch die Politik und die Medien.

„Erst wenn der letzte Fisch gefangen, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Baum gefällt worden ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.“ Weissagung der Cree-Indianer

Quelle : http://www.goldseitenblog.com